Situation zur Versorgung – gestern und heute
An dieser Stelle möchten wir Euch einen Überblick zur Versorgungslage mit Breitband in der Vergangenheit und einen Ausblick in die Zukunft geben. Dabei gehen wir insbesondere auf die durch uns unternommenen Aktivitäten näher ein.
Wie wir bereits kurz auf unserer Eingangsseite erwähnt hatten, lag die Verfügbarkeit von Breitband, hier T-DSL von der Deutschen Telekom AG, gerade einmal bei 6% (Stand 2007). Konkret bedeutete dies, dass nur 24 von 399 Anschlüssen im Netz der DTAG „DSL-fähig“ waren.
Da sich Breitband nicht nur in einer Technologie definiert, hätte natürlich auch die Möglichkeit bestanden, auf eine andere Technik zurückzugreifen. Aber wie es vor allem im ländlichen Bereich oft der Fall ist, sind alternative Technologien oftmals auch nicht verfügbar, dies bedeutet, dass in Dachwig weder WIMAX, UMTS mit HSDPA oder auch Kabel-Internet verfügbar waren (Stand 2007). Seit dem 06.07.2009 ist UMTS mit HSDPA (bis 3,6 Mbit/s) von Vodafone verfügbar.

Hier ein Bild unserer Vermittlungsstelle der Deutschen Telekom AG in Großfahner, die neben der Gemeinde Dachwig auch die Gemeinden Großfahner, Döllstädt und Gierstädt versorgt.
Schon relativ kurz nach dem Start unserer Initiative, erfuhren wir in einem persönlichen Gespräch mit unserem Bürgermeister Herrn Aschenbach (SPD), dass die DTAG neue Leitungen von unserer Vermittlungsstelle in Großfahner nach Dachwig geplant hatte. Wie ihm versichert wurde, sollte dadurch DSL möglich werden. Eine Aussage zu der eingesetzten Technik ( Kupfer oder Glasfaser ) und zu der dann verfügbaren Bandbreite konnte er nicht treffen.
Aus diesem Grund wandten wir uns direkt an den Vorstand der Deutschen Telekom AG, um Einzelheiten in Erfahrung zu bringen. Gleichzeitig nahm Jana Gießler Kontakt mit Herrn Plödereder, Gebietsleiter Ost der DTAG, auf, um ihn auf unserer Initiative aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu bitten.
Vom Support-Team des Vorstandes bekamen wir dann die Information, dass für Dachwig eine Neuverlegung des Kupferhauptkabels nach Großfahner geplant sei. Danach sollte DSL mit einer durchschnittlichen Bandbreite von 1,5 Mbit/s für alle verfügbar sein.
Dies löste bei uns natürlich großes Unverständnis aus, da bereits heute 2 Mbit/s zum Standard zählen. Aus diesem Grund wandten wir uns erneut an den Vorstand und baten um Prüfung, ob ein Ausbau mit Glasfaser und aufstellen von so genannten Outdoor-DSLAM´s möglich wäre. Dabei verwiesen wir auf die Anzahl unserer Interessenten.
Letztendlich wurde dies seitens der DTAG als nicht wirtschaftlich abgelehnt. Unsere Bemühungen, Unterstützung durch den Landkreis Gotha bzw. auch das Land Thüringen zu erhalten, schlugen fehl. Niemand wollte oder konnte uns helfen. Nur Herr Dr. Pidde, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, bot sich an, nach einer Möglichkeit der finanziellen Unterstützung zu suchen. Dies konnten wir jedoch nicht mehr annehmen, da der Ausbau bereits begonnen hatte.
Den gesamten geführten Schriftverkehr könnt Ihr unter Schreiben nachlesen.

Im August 2007 wurden dann die Ausbauarbeiten aufgenommen. Man begann mit der Aufrüstung der notwendigen Technik in der Vermittlungsstelle. Im September 2007 war es dann soweit, der erste sichtbare Ausbau hatte begonnen. Die ersten Anschlüsse wurden im Dezember 2007 geschalten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren allerdings nur zwei der fünf vorhandenen Kabelverzweiger an das neue Kabel angeschlossen.
Die restliche Kabelverzweiger wurden erst im III. Quartal 2008 angebunden. Hier ist DSL seit Oktober 2008 verfügbar.
Die Kabel wurden in folgenden Größenordnungen verlegt:
Ø Vermittlungsstelle nach Dachwig: 700x2x0,5 und 800x2x0,8
Ø Ortseingang Dachwig bis zu den Kabelverzweigern: 500x2x0,8 , 400x2x0,8 , 200x2x0,8 , 100x2x0,8 und 100x2x0,5
Den Ausbau haben wir in Bildern festgehalten.
DSL ist somit seit Ende 2008 für viele Dachwiger verfügbar. Allerdings hat sich die Deutsche Telekom AG nicht an ihre Aussage gehalten, dass für alle Bürgerinnen und Bürger DSL verfügbar sein wird.
Mit der realisierten Bandbreite von max. 2 Mbit/s kann man sich jedoch für die Zukunft nicht zufrieden geben. Aus diesem Grund hatten wir das Thema im Februar 2009 erneut in den Gemeinderat Dachwig getragen. Erfreulicherweise wurde das Thema von unserer Verwaltungsgemeinschaft "Fahner Höhe" aufgegriffen. Im Mai bzw. Juni wurde hierzu eine Bedarfserhebung angestoßen, die wir als Initiative mit dem Verteilen eines Infoblattes unterstützt haben. Leider war diese nicht sehr erfolgreich. Gerade einmal 34 Haushalte haben sich daran beteiligt.
Unser Sprecher, Rene Regel, wurde 2009 in den Gemeinderat Dachwig gewählt. Somit sind wir seit dieser Zeit in den wichtigen Gremien vertreten. Wir sind am Thema dran. Unter der Rubrik Neuigkeiten findet man alle aktuellen News zur weiteren Entwicklung in Dachwig.