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Initiative gegen digitale Spaltung

Schreiben an Herrn Obermann, Vorstandsvorsitzender DTAG

 

15. August 2007

Antwort Deutsche Telekom AG

Die Gemeinde Dachwig wird in Kürze komplett mit breitbandigen Produkten versorgt werden. Das Bauvorhaben ist bereits gestartet. Entsprechend der örtlichen physikalischen Gegebenheiten ist nach Realisierung der Maßnahme für jeden Kunden in Dachwig DSL möglich. Für Kunden die eine günstige netztopographische Lokation haben, erhöht sich die Bandbreite je nach Standort.

Mit unserer Maßnahme haben wir alle technisch-wirtschaftlichen Möglichkeiten für Dachwig ausgeschöpft. Der Einsatz anderer Technologien, wie Outdoor-DSLAM und Verlegung neuer Glasfaserkabel würde eine umfassend neue Netzarchitektur bedingen, die zusätzlich zu den beauftragten Maßnahmen gebaut werden müsste. Diese Variante ist wirtschaftlich für Dachwig nicht vertretbar. Optionen für die Zukunft werden nach Möglichkeit bereits jetzt beim Netzausbau berücksichtigt.

Sehr geehrter Herr Regel, wir bedanken uns bei Ihnen für die entgegengebrachten Vorschläge. Wir haben diese umfassend geprüft. Leider können wir die Ideen nicht in unsere technisch-technologischen Prozesse integrieren.

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice Deutsche Telekom

i.A.

Heike Dittrich

 

11. Juli  2007

Zwischenbescheid Deutsche Telekom AG

Sehr geehrter Herr Regel,

vielen Dank für Ihr erneutes Schreiben. Für unsere erneuten Recherchen benötigen wir noch etwas Zeit.

Sobald uns das Ergebnis vorliegt, werden wir uns wieder mit Ihnen in Verbindung setzen.

Bis dahin bitten wir Sie um ein wenig Geduld.

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice Deutsche Telekom

i.A.

Heike Dittrich

 

03. Juli 2007

Schreiben an den Vorstand

Sehr geehrter Herr Obermann, sehr geehrte Frau Dittrich,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ihrer Mail konnten wir entnehmen, dass für alle Kunden nach Realisierung der Baumaßnahme DSL zur Verfügung stehen wird. Dies empfinden wir als positiv. Weniger erfreut sind wir jedoch, dass eine Erhöhung der Bandbreite für Ihr Unternehmen in keinem wirtschaftlichen Verhältnis steht. Wie bereits dargelegt, hat sich der DSL-Zugang mit einer Bandbreite von 2 Mbit mittlerweile als Standard durchgesetzt. Insofern beginnen Sie jetzt, im neunten Jahr seit der Einführung von DSL, in Dachwig eine Bandbreite zu etablieren, die eigentlich schon wieder überholt ist. Auch sind die von Ihnen genannten 1,5 Mbit nur im günstigsten Fall zu erreichen. Insofern bitten wir um Verständnis, dass wir uns mit der jetzt gegebenen Antwort nicht zufrieden geben können.

Da Sie alles von der Wirtschaftlichkeit abhängig machen, wäre unsere Frage, ob mit einer finanziellen Unterstützung die Ausbaupläne Ihres Unternehmens neu überdacht werden können. Finanzielle Unterstützung meinen wir dahingehend, dass wir versuchen würden, über die Gemeinde Dachwig, den Landkreis Gotha, das Land Thüringen sowie den Bund finanzielle Mittel zu organisieren.

Wir bitten um eine entsprechende Rückäußerung. Hilfreich könnte hierzu sein, wenn Sie uns einen direkten Ansprechpartner vor Ort benennen könnten. Da Ihr Unternehmen bereits für das IV. Quartal 2007 den Ausbau geplant hat, bitten wir um möglichst kurzfristige Rückäußerung.

Sofern auch eine finanzielle Unterstützung Ihre Ausbaupläne nicht beeinflusst, werden wir es dabei bewenden lassen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Initiative DSL für Dachwig

 

28. Juni 2007

Antwortschreiben des Vorstandes

Sehr geehrter Herr Regel,

vielen Dank für Ihr erneutes Schreiben. Bitte entschuldigen Sie die späte Antwort.

Wir haben den Vorgang noch einmal für Sie bei der Planung recherchieren lassen und folgende Informationen erhalten. Mit der von uns benannten Baumaßnahme, Neuverlegung Kupfer-Hauptkabel,  realisieren wir die technologisch maximal mögliche Bandbreite. Diese Baumaßnahme ermöglicht neben der Bandbreitenerhöhung eine DSL-Versorgung aller Kunden. der Realisierung werden die vorhandenen Multiplexer aus dem Netz genommen.

Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wird die oben beschriebene Maßnahme umgesetzt. Eine Erhöhung der Bandbreiten über diese Maßnahmen hinaus steht zur Zeit für uns in keinem wirtschaftlichen Verhältnis.

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice Deutsche Telekom

i.A.

Heike Dittrich

 

30. Mai 2007

Zwischenbescheid Deutsche Telekom AG

Sehr geehrter Herr Regel,

Herr Obermann hat Ihr Schreiben erhalten und möchte sich ausdrücklich bei Ihnen für die entstandenen Unannehmlichkeiten mit der Deutschen Telekom AG entschuldigen.

Die Zufriedenheit eines jeden einzelnen Kunden ist ihm sehr wichtig. Wir haben daher Ihr Schreiben bereits an die Fachleute weitergeleitet, um Ihr Anliegen schnell und in Ihrem Sinne zu lösen. Bitte geben Sie uns hierzu ein wenig Zeit. Wir werden uns in Kürze wieder mit Ihnen in Verbindung setzen - versprochen.

Mit freundlichen Grüßen

Support für den Vorstand

 

11. Mai 2007

Erneute Mail an Herrn Obermann

Sehr geehrter Herr Obermann, sehr geehrte Frau Dittrich,

als erstes möchte ich mich an dieser Stelle für Ihre Antwort bedanken. Über Ihre Aussage, das Ende des Jahres DSL in Dachwig verfügbar sein wird, sind wir sehr erfreut.

Bitte gestatten Sie mir aber einige, vielleicht auch kritische, Anmerkungen zu äußern. Durch die Erneuerung des Kupfer-Hauptkabels werden Bandbreiten bis 1,5 Mbit in Dachwig zur Verfügung stehen. Da unsere Gemeinde im Vorwahlbereich 036206 am weitesten von der Vermittlungsstelle entfernt ist, gehen wir davon aus, dass die Bandbreiten für den Einzelnen von DSL 384 über 768, 1024 bis 1536 reichen werden. U.U. könnte es aber auch bedeuten, das nicht alle Anschlüsse in Dachwig "DSL-fähig" werden. Jeder, der dann Ende dieses Jahres in den Genuss von DSL kommen darf, wird glücklich darüber sein.

Zu bedenken möchte ich Ihnen geben, das in der heutigen Zeit bereits ein DSL 2000 fast zum Standard gehört. Von daher erschließt es sich mir nicht, wieso gerade jetzt an dem falschen Ende gespart werden soll. Bitte bedenken Sie auch zukünftige Entwicklungen. Was gestern vielleicht aktuell war, kann heute vielleicht noch akzeptiert werden, reicht aber in naher Zukunft nicht mehr aus. Und Sie werden mir sicherlich Recht geben, das Ihr Unternehmen, nachdem das Kupfer-Hauptkabel erneuert wurde, nicht in 2-3 Jahren erneut Leitungen verlegen wird, um höhere Bandbreiten zu erzielen. Somit verbauen Sie unserer Gemeinde auf Jahre hinaus den Zugang für schnelleres Internet. Bitte verstehen Sie dies nicht falsch, wir sind nicht so vermessen, ADSL2+ mit 16 Mbit oder sogar VDSL mit 25 oder sogar 50 Mbit zu fordern.

Wir sind aber auch der Meinung, wenn wir schon einmal die Chance haben, DSL zu bekommen, diese auch zu ergreifen, um das maximal mögliche zu erreichen. Bitte lassen Sie mich dies auch begründen:

Bevor wir mit unserer Aktion DSL für Dachwig begannen, um den Bedarf zu ermitteln, beantragte Ihr Unternehmen Überleitungsgenehmigungen über gemeindeeigene Grundstücke bei der Gemeinde Dachwig, um neue Leitungen von der Vermittlungsstelle in Großfahner nach Dachwig zu verlegen. Hintergrund dessen ist, das in Dachwig über 40% aller Anschlüsse über Multiplexer laufen und mittlerweile keine Leitungen mehr frei sind. Auch und aufgrund dieser Tatsache ist das Telefonnetz in Dachwig in den letzten Jahren immer instabiler geworden. Wie wir in Erfahrung bringen konnten, sind gerade bei einem geplanten Ausbau von DSL die dafür notwendigen Erdarbeiten, um neue Leitungen zu verlegen, am teuersten. Da Sie aber ohnehin, unabhängig von DSL, neue Leitungen legen, haben Sie diese Kosten bereits eingeplant. Auch konnten wir in Erfahrung bringen, dass ein Kupferkabel im Vergleich zu einem Glasfaserkabel teurer ist. Natürlich muss gerade für eine Glasfaseranbindung der Übergang in das Kupfernetz im Ort durch Outdoor-DSLAM´s realisiert werden, das mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Allerdings müssen für eine Kupferanbindung auch DSLAM´s in der Vermittlungsstelle eingebaut werden. Wir gehen daher davon aus, dass auf der Kostenseite in etwa ein ausgewogenes Verhältnis bestehen müsste.

Bitte korrigieren Sie mich, aber anfänglich sah alles danach aus, als würde Ihr Unternehmen Glasfaser verlegen. So hatten wir bis vor ca. 3 Wochen noch die Information, das Glasfaser verlegt werden soll und die dann erforderliche Technik dafür erst 2008 eingebaut wird, da in diesem Jahr die finanziellen Mittel nicht mehr zur Verfügung stehen.

Sehr geehrter Herr Obermann, wir bitten Sie, zu prüfen, ob ggf. noch eine Änderung Ihrer Ausbaupläne für Dachwig möglich ist. Immerhin sind bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine neuen Leitungen verlegt worden.

Unabhängig davon würden wir gerne wissen, ab welchen Zeitpunkt Vorbestellungen für DSL bei Ihrem Unternehmen möglich sind. Mittlerweile ist es bereits so, das sich etliche Vertreter von sogenannten Resellern ( freenet, tele2, arcor etc. ) bei uns im Ort tummeln und versuchen, DSL an den Mann zu bringen. Hier kann ich wiederum nicht verstehen, wieso Ihr Unternehmen nicht die einmalige Chance nutzt, um als erstes DSL „an den Mann oder die Frau“ zu bringen. Immerhin schafft Ihr Unternehmen die Voraussetzung dafür.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit !

Mit freundlichen Grüßen

Initiative DSL für Dachwig

 

10. Mai 2007

Bescheid Deutsche Telekom AG

Sehr geehrter Herr Regel,
 
vielen Dank für Ihre Anfrage an Herrn Obermann zum Ausbau von T-DSL in Dachwig. 
Herr Obermann hat uns gebeten, Ihnen zu antworten.

Sie haben Recht, natürlich ist es in der heutigen Zeit unbefriedigend, dass wir Ihnen auf Grund der fehlenden technischen Voraussetzungen in Dachwig, noch keinen Breitbandanschluss zur Verfügung stellen können.

Wir haben uns mit der zuständigen Niederlassung in Verbindung gesetzt. Die erforderlichen Informationen liegen uns nun vor.

Für das IV Quartal ist die Erweiterung des bestehenden Kupfer-Hauptkabels geplant. Nach erfolgter Umschaltung der Kunden steht dann DSL mit einer Bandbreite von bis 1,5 Mbit für Dachwig zur Verfügung.

Sehr geehrter Herr Regel, seien Sie versichert, dass die T-Com selbstverständlich möglichst vielen  ihrer Kunden einen Breitbandanschluss zur Verfügung stellen will und daher fortwährend nach Möglichkeiten sucht, die Ausbausituation bei T-DSL noch weiter zur verbessern.

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice Deutsche Telekom

i. A.
Heike Dittrich

 

02. Mai 2007

Zwischenbescheid Deutsche Telekom AG

Sehr geehrter Herr Regel,

vielen Dank für Ihr Schreiben an Herrn Obermann.
Für die Beantwortung Ihrer Fragen zum Ausbau von DSL in Dachwig sind noch einige Recherchen notwendig.
Deshalb bitten wir Sie noch um ein wenig Geduld.
Wir werden in Kurze wieder mit Ihnen in Verbindung treten.

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice Deutsche Telekom AG

i. A.
Heike Dittrich

 

27. April 2007

Mail an Herrn Obermann, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG

Sehr geehrter Herr Obermann,

unzufrieden mit der bisherigen DSL-Versorgung wende ich mich heute persönlich an Sie, auch in der Hoffnung, Hilfe zu erhalten. In meinem Wohnort Dachwig, einem Ort in der Nähe der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt, ist aufgrund der geografischen Lage nur sehr stark eingeschränkt DSL möglich. In Zahlen bedeutet dies, dass zur Zeit nur 5% aller Anschlüsse in Dachwig DSL erhalten können.

Sie werden mir Recht geben, das es für die Betroffenen eine unbefriedigende Situation ist, auch 9 Jahre nach dem Start von DSL außen vor zu sein. Da das Internet eine immer größer werdende Rolle spielt, sei es im privaten, beruflichen oder auch schulischen Bereich, ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, allen die gleichen Chancen einzuräumen. Da sich auch das Internet immer mehr an breitbandige Zugänge anpasst, wird es für die Betroffenen immer schwieriger, relativ kostengünstig und vor allem schnell an Informationen zu kommen. Von Angeboten wie T-Home etc. will ich gar nicht erst reden. Bereits jetzt ist es kein Zustand mehr, analog oder via ISDN zu surfen.

Oftmals wird uns Betroffenen vorgeworfen, das wir nur Zocker (Online-Spieler) oder Sauger ( Tauschbörsennutzer ) wären und gerade auch wegen der Kostenfrage DSL wünschen. Sicherlich ist mit DSL und der entsprechenden Flaterate u.U. eine Kostensenkung möglich. Auf der anderen Seite kann man diese durch Einsatz von ibc relativ niedrig halten. Es geht den Betroffenen, und dies kann ich aus vielen persönlichen Gesprächen nur bestätigen, oftmals nur darum, schneller unterwegs zu sein. Viele der Betroffenen wären auch bereit, mehr für einen DSL-Anschluß zu bezahlen, als dies im Moment der Fall ist.

Auch wird in Zukunft die DSL-Verfügbarkeit gerade im ländlichen Bereich zu einer Standortfrage für die Ansiedlung von kleineren mittelständischen Unternehmen. 

Um aber auf die Situation in meinem Ort zurückzukommen. Anfang diesen Jahres haben wir eine Unterschriftenaktion gestartet, um den Bedarf an DSL in Dachwig zu erfragen. Da wir während unserer Aktion erfuhren, dass Ihr Unternehmen, unabhängig von unserer Aktion, dieses Jahr neue Leitungen von Großfahner, wo unsere Vermittlungsstelle steht, nach Dachwig legt, mussten wir unsere Aktion relativ kurzfristig durchführen. Letztendlich konnten wir Ihrem Unternehmen 157 Interessenten vermelden. Mit den ohnehin bei Ihnen eingetragenen Interessenten gehen wir von ca. 170 Interessenten momentan aus. Wobei auch hier mit Sicherheit noch einige ungemeldet sind, da auch die Zahl der Internetnutzer von Jahr zu Jahr stetig steigt.

Wir haben jetzt die Aussage erhalten, das im Jahr 2007 neuen Leitungen gelegt werden, allerdings die finanziellen Mittel erschöpft sind, um die notwendige Technik in die Vermittlungsstelle einzubauen. Dies solle dann 2008 erfolgen. Aus dem, was uns gegenüber geäußert wurde, vermuten wir, dass wir per Kupferkabel angebunden werden. Aufgrund der gegebenen Entfernung könnte dies aber für viele Betroffene im Ort bedeuten, dass dann nur DSL Light möglich wäre. Dies ist natürlich gegenüber dem jetzigen Zustand eine deutliche Verbesserung, wäre aber für die Zukunft gesehen, wahrscheinlich nicht ausreichend. Zu bedenken wäre, dass Ihr Unternehmen unabhängig von DSL neue Leitungen legen will. Wir sind der Meinung, wenn etwas gemacht wird, sollte man auch zukünftige Entwicklungen mit berücksichtigen und Dachwig per Glasfaser und Aufstellen von Outdoor-DSLAM´s anbinden. Zu beachten wäre ja auch noch, das es zur Zeit keine freien Ports in unserer Vermittlungsstelle gibt. Deswegen müssten DSLAM´s so oder so nachgerüstet werden. Wir bitten zu prüfen, ob ggf. noch Änderungen  ihrer Pläne möglich sind. Auch konnten wir in Erfahrung bringen, das die Kosten für eine Glasfaseranbindung mit Outdoor-DSLAM´s bzw. Kupferkabel mit neuen DSLAM´s in der Vermittlungsstelle in etwa die gleichen sind.

Unabhängig davon wäre ich sehr erfreut, wenn Sie uns Aussagen zu den jetzigen Planungen geben könnten. Dies betrifft vor allem die möglichen Bandbreiten sowie eine Aussage, wie viel Prozent der Anschlüsse nach ihren jetzigen Planungen DSL-fähig würden. Leider hält sich ihr Unternehmen in dieser Richtung sehr bedeckt. Wir wissen eigentlich nur, das DSL kommt, hierzu dieses Jahr neue Leitungen gelegt werden und die Technik in der Vermittlungsstelle 2008 kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Initiative DSL für Dachwig